Turmbau zu Nagold

Zu allen Zeiten galten Türme als Inbegriff der Stand- und Wehrhaftigkeit. Scheiternde Turmbauprojekte erlangten außerordentliche Berühmtheit, s. „Turmbau zu Babel“ oder der „schiefe Turm von Pisa“.
Um einen solchen Turm zu bauen, trafen sich 15 Schüler/innen aus mehreren neunten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums Nagold im Rahmen des von ihnen selbst gewählten NwT-Projektes (Naturwissenschaft und Technik) unter Leitung Ihres Lehrers Philipp Rist am Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch in Nagold. Dort wollten sie unter Anleitung der Ingenieure Peter Thoss und Bernhard Scherzinger sowie des pensionierten Lehrers Jürgen Stepper einen Turm bauen, dessen Endbestimmung es sein sollte, zerstört zu werden.
Was sich so widersprüchlich anhört, erfährt seine Erklärung darin, dass es darum ging, aus vorgegebenen Materialien wie Holzleisten, Pappe, Draht, Klebstoffen etc. einen nur 20 g schweren und bis 22 cm hohen Turm zu bauen, der einer möglichst hohen Auflast standhalten sollte. Erschwert wurde dieses Vorhaben durch die Vorgabe, dass der Turm auf einer um 13° zur Waagrechten geneigten schrägen Ebene stehen sollte, mit einem waagrechten Abschluss an der Turmspitze.
Auf diese Turmspitze nun wurden auf der von Werkstattmeister Friedrich Lutz eigens angefertigten Prüfvorrichtung nacheinander so viele 5kg schwere Hantelscheiben aufgelegt bis der jeweilige Turm zusammenbrach.

Der standhafteste der wohlgemerkt nur 20 g wiegenden Türme von Luis Teufel, Luca Brösamle und Tom Holzäpfel schaffte die unglaubliche Belastung von 40 kg Auflast, bevor er bei der nächsten Hantelscheibe zusammenbrach.
So klärt sich nun der Zusammenhang zwischen Bau und Zerstörung.

Sinn dieses Projekttages war es, durch Tüfteln die Grundprinzipien herauszubekommen, mit welcher Anordnung leichter Materialien die bestmögliche Standfestigkeit zu erzielen ist.
Führungen durch die gegenwärtigen Forschungsprojekte am JFZ in Nagold - geleitet von Prof. Uwe Klein rundeten den Projekttag ab.

Einladung zu einem Forschungstag auf der ADEBARAN

Das JFZ erhielt beim Landeswettbewerb Jugend forscht 2018 den "Schulpreis" ALDEBARAN und darf mit 8 Personen auf dem Meeresforschungs- und Medienschiff ALDEBARAN an einer Forschungsfahrt teilnehmen. Die Teilnehmer können erleben, wie ein richtiger Forscher arbeitet, und bekommen ein spannendes Programm mit vielen Forschungsdemonstrationen auf dem Bodensee geboten. Beispielsweise sind sie live dabei, wenn das TEAM der ALDEBARAN mit der Unterwasserkamera auf dem Seegrund nach interessanten Pflanzen und Tieren sucht.

Vorbereitungen für Jugend forscht 2018 sind in vollem Gange

Unter dem Motto „SPRING!“ startet Jugend forscht in die neue Wettbewerbsrunde.

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren ihre vielfältigen Forschungsprojekte zunächst auf dem Regionalwettbewerb Nordschwarzwald, der dieses Jahr in Altensteig stattfindet, der Jury und der Öffentlichkeit. Viele JFZ MINT-Talente haben sich angemeldet.

Auch in diesem Jahr zeigen die Jungforscherinnen und Jungforscher eine große Bandbreite an spannenden und innovativen Projekten in den sieben Jugend forscht Fachgebieten: So entwickelte ein Jungforscher einen WindowCheck für Vergessliche. Viele kennen das Problem: nach dem Duschen öffnet man das Fenster zum Lüften, geht aus dem Bad und vergisst das Fenster wieder zu schließen. Ein Signal ertönt, wann das Fenster wieder geschlossen werden sollte. Ein anderes Projekt befasst sich mit dem Werbeversprechen, "Sofort sichtbar weißere Zähne“ auf Zahnpasta oder „erneuert das Weiß, Wäsche für Wäsche - ganz ohne Bleichmittel“ auf Waschpulver lesen. Die Forschungen ergaben, dass die Wirkung auf sogenannten „optischen Aufhellern“ basieren. Zwei Jungforscherinnen untersuchen mithilfe von Gaschromatographie und UV-Spektroskopie das Problem, wenn dem Genuss eines Weins ein fieser Korkgeschmack in die Quere kommt. Vor allem für Winzer ist dies schlimm, da oft nicht nur eine Flasche, sondern die gesamte Ernte betroffen ist. Was aber viele nicht wissen: Der Korkgeschmack kommt nicht vom Korken, sondern vom Stoff 2,4,6-Trichloranisol (TCA), der sich während des Reifeprozesses im Holzfass bildet und bei der Reinigung der Fässer entstehen kann. Diese und andere Beispiele beweisen, dass die Themenvielfalt der Forschungsprojekte nahezu grenzenlos ist.

Die Sieger der Regionalebene qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe, die Anfang März 2018 beginnen. Den Abschluss der 53. Runde von Jugend forscht bildet das Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

Unsere Sponsoren sind ein zentraler Bestandteil des JFZ Netzwerks aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Schulen. Ohne ihre umfassende Unterstützungsleistung wäre die MINT-Förderung am JFZ nicht denkbar“, sagt Prof. Dr. Uwe Klein, Leiter des Jugendforschungszentrums. „Mit ihrem Engagement leisten unsere Partner einen wichtigen Beitrag, die Nachwuchskräfte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu finden und zu fördern, die wir in Wirtschaft und Wissenschaft auch künftig dringend benötigen.“

Fröhliche Gesichter bei der der 10. Ordentlichen Hauptversammlung des Jugendforschungszentrums Schwarzwald-Schönbuch

Am Donnerstag, den 07. Dezember 2017 blickten die Vereinsmitglieder im Jugendforschungszentrum auf das vergangene Jahr zurück. Die zahlreich anwesenden Mitglieder, sowie der Oberbürgermeister Jürgen Großmann entlasteten die Vorstandschaft um den ersten Vorsitzenden Dietrich Aldinger, der in seinem zehnten Jahr an der Vereinsspitze steht.

Im Jahresbericht des Vorstandes wurde über die vielfältigen Veranstaltungen die im JFZ stattfinden, berichtet. Neu im Programm sind verschiedene Kursangebote ab der 6. Klasse, die über 10 Wochen hinweg mehrmals jährlich auf dem Programm stehen. Im letzten Halbjahr waren es Kurse wie Lego Mindstorms, Objektorientiertes Programmieren, Bilinguale Chemie und ein Chemieführerschein. Das langjährige Vereinsmitglied Jürgen Stepper ist neu neben Frau Heike Müller in der pädagogischen Beratung des JFZ tätig.

Im Finanzbericht von Hauptkassierer Heribert Gaus wurde erneut ein ausgeglichener Haushalt bilanziert. Die Kassenprüfer Frank Esslinger und Uwe Renz schlugen vor, den Vorstand in uneingeschränktem Umfang zu entlasten. Herr Oberbürgermeister Jürgen Großmann stellte den Entlastungsantrag, dem einstimmig stattgegeben wurde. Er bedankte sich sehr herzlich für die hervorragende Arbeit des Vereins der Freunde und Förderer des Jugendforschungszentrums Schwarzwald-Schönbuch.

Sparkasse Pforzheim Calw unterstützt JFZ-Kursangebot

In diesem Kurs begeben wir uns auf eine „Forschungsreise zum Mars“. Mit unseren LEGO EV3-Robotern lösen wir in kleinen Gruppen spannende Aufgaben rund um das Thema Weltraum. Dabei erarbeiten wir nach und nach, wie man Roboter konstruiert und programmiert.
Vorkenntnisse sind keine nötig, aber die Bereitschaft mit anderen im Team zusammen zu arbeiten.

https://www.schwarzwaelder-bote.de/inhalt.nagold-lego-forscher-mit-eifer-dabei.a582ab66-8168-492b-acbc-60e0fa5f0291.html

Abschlussveranstaltung der Engineering Akadeym by JFZ

Schwarzwälder Bote vom 30.11.2017

Am Dienstag den 28.11.2017, stellten insgesamt 7 Schülerinnen und Schüler des Otto-Hahn Gymnasium Nagold und des Technischen Gymnasiums Nagold ihre Projekte, die sie im letzten Jahr im Rahmen der Engineering Akademy by JFZ entworfen, aufgebaut und dokumentiert hatten, in einer Abschlussveranstaltung im Kubus vor. Weitere Schülerinnen vom Technischen Gymnasium Horb, konnten Ihr Projekt nur mittels Video vorstellen. Sie studieren bereits seit diesem Semester in Bremen. Gekommen sind neben Firmenvertretern, Eltern und Lehrern auch interessierte Schüler und Schülerinnen der zukünftigen Engineering Akademy by JFZ um Ideen für ihre eigenen Projekte im nächsten Jahr zu überlegen. Oberbürgermeiser Jürgen Großmann eröffnete die Veranstaltung. Grußworte sprachen Edgar Leckel, Geschäftsführer Keysight Technologies Deutschland GmbH, Wolfgang Klewenz, Bereichsleiter, Agentur für Arbeit Nagold – Pforzheim, Walter Kinkelin, Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums, Nagold.