Professor Dr. Dino Frey zu Gast im Jugendforschungszentrum Schwarzwald Schönbuch

Der Wissenschaftler bringt eifrigen Nachwuchsstudenten (Schüler von 7 bis 12 Jahren) seine Forschung näher. In kindgerechter Sprache erläutert er komplexe Sachverhalte; wie zum Beispiel die Urzeit-Biester aus der Tiefe, die Ichthyosaurier, die zu den größten und mysteriösesten Meeresräubern der Urzeit gehören, entdeckt wurden.

Prof. Dr. Eberhard "Dino" Frey ist Saurierexperte und leitet die Geologische Abteilung des Staatlichen Museums für Naturkunde in Karlsruhe. Was kann man bei der Ichtyosaurierjagd am Ende der Welt erleben? Im Süden Chiles gibt es herrliche Wälder, Pumas, Andenhirsche, Kondore und vor allem Gletscher, die Gletscher schmelzen dahin, besonders im Torres del Paine Nationalpark. In dem schwarzen superharten Gestein, das die Gletscher frei gegeben haben, liegen Fischsaurierskelette und zwar eine ganze Menge
Um dort hin zu gelangen, gibt es drei Möglichkeiten: 20 Min. Hubschrauber, fünf Stunden Pferd oder zehn Stunden zu Fuß. Die Ichtyosaurierjagd am Ende der Welt ist kein Zuckerschlecken. Selbst der Gang auf´s Klo kann zum Abendteuer werden. Die Vorlesung findet am Freitag, 03.08.2018, von 11.00 – 12.00 Uhr im Jugendforschungszentrum in Nagold statt.

Anmeldungen unter mail@jungendforschungszentrum.de oder telefonisch 07452-6003242.

Klein und ganz schön gemein – ein Jäger zu Gast beim juniorCampus

Dr. Denise Böhnke Naturwissenschaftlerin und Mitarbeiterin am Institut für Geographie und Geoökologie am Karlsruher Institut für Technologie kommt ins JFZ und bringt eifrigen Nachwuchsstudenten (Schüler von 7 bis 12 Jahren) ihre Forschung näher. In kindgerechter Sprache zieht sie alle Register, um über einen Jäger, die Zecke, die zu Gast bei der Vorlesung ist, zu informieren. Mit schier unendlicher Geduld wartet Sie im Unterholz auf ihre Beute – vermutlich haben ihre Vorfahren so auch schon zu Zeiten der Dinosaurier gelauert. Sie braucht kein Licht, mag es nicht zu heiß und gerne feucht und am liebsten bleibt sie unentdeckt. Eine einzige Mahlzeit kann ihr viele Monate bis mehrere Jahre genügen. Eine einzige Mahlzeit kann ihr viele Monate bis mehrere Jahre genügen. Ein geheimnisvoller Jäger !
Anmeldung: Mail(at)jungedforschungszentrum.de

Forschungsexpedition auf dem Bodensee


Wer möchte nicht einmal als Forscherin oder Forscher auf einem richtigen Forschungsschiff unterwegs sein? Diese großartige Gelegenheit gab es beim Landeswettbewerb Jugend forscht zu gewinnen. Schülerinnen und Schüler des Jugendforschungszentrums durften an Bord des einzigartigen Forschungs- und Medienschiffes ALDEBARAN auf den Bodensee gehen. An Bord der 14 Meter langen gelben ALDEBARAN war ein fachkundiger Biologe, der dem Team einen Überblick über die spannenden Expeditionen der vergangenen Jahre gab. Mit modernsten und hochauflösenden Videokameras konnte das JFZ-Team zusammen mit dem Wissenschaftler die faszinierende biologische Vielfalt auf dem Boden des Sees erleben und mit einem Bodengreifer Proben an Bord holen, um dann die Mikrolebewesen darin zu erforschen.

Turmbau zu Nagold

Zu allen Zeiten galten Türme als Inbegriff der Stand- und Wehrhaftigkeit. Scheiternde Turmbauprojekte erlangten außerordentliche Berühmtheit, s. „Turmbau zu Babel“ oder der „schiefe Turm von Pisa“.
Um einen solchen Turm zu bauen, trafen sich 15 Schüler/innen aus mehreren neunten Klassen des Otto-Hahn-Gymnasiums Nagold im Rahmen des von ihnen selbst gewählten NwT-Projektes (Naturwissenschaft und Technik) unter Leitung Ihres Lehrers Philipp Rist am Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch in Nagold. Dort wollten sie unter Anleitung der Ingenieure Peter Thoss und Bernhard Scherzinger sowie des pensionierten Lehrers Jürgen Stepper einen Turm bauen, dessen Endbestimmung es sein sollte, zerstört zu werden.
Was sich so widersprüchlich anhört, erfährt seine Erklärung darin, dass es darum ging, aus vorgegebenen Materialien wie Holzleisten, Pappe, Draht, Klebstoffen etc. einen nur 20 g schweren und bis 22 cm hohen Turm zu bauen, der einer möglichst hohen Auflast standhalten sollte. Erschwert wurde dieses Vorhaben durch die Vorgabe, dass der Turm auf einer um 13° zur Waagrechten geneigten schrägen Ebene stehen sollte, mit einem waagrechten Abschluss an der Turmspitze.
Auf diese Turmspitze nun wurden auf der von Werkstattmeister Friedrich Lutz eigens angefertigten Prüfvorrichtung nacheinander so viele 5kg schwere Hantelscheiben aufgelegt bis der jeweilige Turm zusammenbrach.

Der standhafteste der wohlgemerkt nur 20 g wiegenden Türme von Luis Teufel, Luca Brösamle und Tom Holzäpfel schaffte die unglaubliche Belastung von 40 kg Auflast, bevor er bei der nächsten Hantelscheibe zusammenbrach.
So klärt sich nun der Zusammenhang zwischen Bau und Zerstörung.

Sinn dieses Projekttages war es, durch Tüfteln die Grundprinzipien herauszubekommen, mit welcher Anordnung leichter Materialien die bestmögliche Standfestigkeit zu erzielen ist.
Führungen durch die gegenwärtigen Forschungsprojekte am JFZ in Nagold - geleitet von Prof. Uwe Klein rundeten den Projekttag ab.

Einladung zu einem Forschungstag auf der ADEBARAN

Das JFZ erhielt beim Landeswettbewerb Jugend forscht 2018 den "Schulpreis" ALDEBARAN und darf mit 8 Personen auf dem Meeresforschungs- und Medienschiff ALDEBARAN an einer Forschungsfahrt teilnehmen. Die Teilnehmer können erleben, wie ein richtiger Forscher arbeitet, und bekommen ein spannendes Programm mit vielen Forschungsdemonstrationen auf dem Bodensee geboten. Beispielsweise sind sie live dabei, wenn das TEAM der ALDEBARAN mit der Unterwasserkamera auf dem Seegrund nach interessanten Pflanzen und Tieren sucht.

Vorbereitungen für Jugend forscht 2018 sind in vollem Gange

Unter dem Motto „SPRING!“ startet Jugend forscht in die neue Wettbewerbsrunde.

Die jungen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler präsentieren ihre vielfältigen Forschungsprojekte zunächst auf dem Regionalwettbewerb Nordschwarzwald, der dieses Jahr in Altensteig stattfindet, der Jury und der Öffentlichkeit. Viele JFZ MINT-Talente haben sich angemeldet.

Auch in diesem Jahr zeigen die Jungforscherinnen und Jungforscher eine große Bandbreite an spannenden und innovativen Projekten in den sieben Jugend forscht Fachgebieten: So entwickelte ein Jungforscher einen WindowCheck für Vergessliche. Viele kennen das Problem: nach dem Duschen öffnet man das Fenster zum Lüften, geht aus dem Bad und vergisst das Fenster wieder zu schließen. Ein Signal ertönt, wann das Fenster wieder geschlossen werden sollte. Ein anderes Projekt befasst sich mit dem Werbeversprechen, "Sofort sichtbar weißere Zähne“ auf Zahnpasta oder „erneuert das Weiß, Wäsche für Wäsche - ganz ohne Bleichmittel“ auf Waschpulver lesen. Die Forschungen ergaben, dass die Wirkung auf sogenannten „optischen Aufhellern“ basieren. Zwei Jungforscherinnen untersuchen mithilfe von Gaschromatographie und UV-Spektroskopie das Problem, wenn dem Genuss eines Weins ein fieser Korkgeschmack in die Quere kommt. Vor allem für Winzer ist dies schlimm, da oft nicht nur eine Flasche, sondern die gesamte Ernte betroffen ist. Was aber viele nicht wissen: Der Korkgeschmack kommt nicht vom Korken, sondern vom Stoff 2,4,6-Trichloranisol (TCA), der sich während des Reifeprozesses im Holzfass bildet und bei der Reinigung der Fässer entstehen kann. Diese und andere Beispiele beweisen, dass die Themenvielfalt der Forschungsprojekte nahezu grenzenlos ist.

Die Sieger der Regionalebene qualifizieren sich für die Landeswettbewerbe, die Anfang März 2018 beginnen. Den Abschluss der 53. Runde von Jugend forscht bildet das Bundesfinale vom 24. bis 27. Mai 2018 in Darmstadt – gemeinsam ausgerichtet von Merck als Bundespatenunternehmen und der Stiftung Jugend forscht e. V. Merck mit Sitz in Darmstadt ist ein führendes Wissenschafts- und Technologieunternehmen in den Bereichen Healthcare, Life Science und Performance Materials. Gegründet 1668 ist Merck das älteste pharmazeutisch-chemische Unternehmen der Welt.

Unsere Sponsoren sind ein zentraler Bestandteil des JFZ Netzwerks aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Schulen. Ohne ihre umfassende Unterstützungsleistung wäre die MINT-Förderung am JFZ nicht denkbar“, sagt Prof. Dr. Uwe Klein, Leiter des Jugendforschungszentrums. „Mit ihrem Engagement leisten unsere Partner einen wichtigen Beitrag, die Nachwuchskräfte in Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zu finden und zu fördern, die wir in Wirtschaft und Wissenschaft auch künftig dringend benötigen.“