Nagolder Stadtgeschichte(n) - von der Tuchmacherei im Mittelalter bis zu dem Projekt, aus Altplastik

 WF5Stadtgeschichten1Der (Foto: Dr. Walter Fingerhut)

(NF) Der Arbeitskreis Kultur des Bürgerforums veranstaltete die 27. Stadtgeschichte(n) und 60 Besucher waren interessiert dabei. Man war zu Gast im Jugendforschungszentrum - ehemals Tuchfabrik Kapp.

Eckhart Kern begann den Abend mit einem Abriss der für Nagold so bedeutenden Tuchmacherei vom Handwerk im Mittelalter bis zur Textil-Industrie. Klaus Kapp wusste aus der Familiengeschichte den spannenden Verlauf über immer wieder kehrende Blütezeiten und Niedergänge bis hin zur Aufgabe der Fabrikation lebhaft darzustellen. Besonderes Interesse fand das Zunftwappen der Tuchmacher, das sich in Familienbesitz befindet.
Dietrich Aldinger ist es zu verdanken, dass das alte Kapp'sche Fabrikgebäude nicht abgerissen werden musste, sondern durch umfangreiche Sanierung nun dem Verein des Jugendforschungszentrum zur Verfügung steht. Aldinger versuchte, sein Licht etwas unter den Scheffel zu stellen, aber allen wurde klar, dass er "nix Halblebiges" macht, wenn er erst mal anfängt. Für das JFZ hat er offensichtlich Feuer gefangen und nicht nur er.Altbürgermeister Dr. Prewo lag es genau so am Herzen wie den Professoren Günther und Klein, die sich seit langen Jahren für das Jugendforschungszentrum mit viel Tatkraft einsetzen. Sie berichteten, wie wichtig und befriedigend sie es empfinden, jungen Menschen die MINT-Fächer ( Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik) nicht nur nahe zu bringen sondern besonders Möglichkeiten zu schaffen, dass die "Kids" auch wirklich selber experimentieren und forschen können. Und was wäre das Jugendforschungszentrum ohne die jungen Forscher? Jasha Grüner zum Beispiel macht derzeit sein 6. Projekt und das mit 13 Jahren, nämlich das oben genannte mit dem Dieselkraftstoff. Nils Raaf half bei den anschließenden Führungen durch die Labore mit all den Projekten, die die Zuhörer - jetzt auch Zuschauer - noch lange in Bann schlugen. Die weiteren Mitarbeitern des Hauses, insbesondere Elke Spitzer aus der Verwaltung und Friedrich Lutz aus der Werkstatt zeigten die gleiche Begeisterung für ihre Zusammenarbeit mit den Jugendlichen. Diese Begeisterung machte den Abend zu einem besonderen Erlebnis.

Es gäbe noch viel zu berichten - wie über pfiffige Projekte, Erfolge bei "Jugend forscht", sogar Patentanmeldungen -, aber zum Schluss sei gesagt: Die Gäste gingen sicher mit einem Gefühl des Stolzes, dass wir in Nagold so ein Kleinod haben und mit Dankbarkeit für das große Engagement der Beteiligten und die "Glücksfälle", die nach Professor Günther alle nötig waren, dass das JFZ jetzt so im Vogelsangweg stehen und forschen kann. (Nanni Fingerhut)

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SpendenAdvent 2015 der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg-Stiftung

voba2015

Von li. nach re.: Detlev Klußmann (Stiftungsvorstand und Bereichsleiter Unternehmensstrategie und Vorstandsstab), Prof. Dr. Helmut Günther, Sarah Weiss, Anabelle Rauser, Prof. Dr. Uwe Klein, Jörg Stahl (Stv. Vorstandssprecher der Bank und Stiftungsvorstand)

„Jugendforschungszentrum“ erhält „1.500 €“ Euro für das  „PROJEKT: Tabletten rein, schlank sein!“

Im Rahmen der Aktion SpendenAdvent schüttete die Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg-Stiftung über die Adventszeit einen Spendenbetrag von insgesamt 87.500 Euro aus. Davon wurde die Region Herrenberg mit 26.500 EUR, Nagold mit 35.000 EUR und Rottenburg mit 26.000 EUR bedacht. Die Fördermittel werden auf die drei Regionen (Herrenberg, Nagold, Rottenburg) prozentual, nach Anzahl der Gewinnsparlose aufgeteilt, was die unterschiedlichen Gesamtbeträge ausmacht. Mit dieser Summe werden soziale, gemeinnützige, mildtätige und kirchliche Projekte im Geschäftsgebiet der Bank unterstützt.

Während des Aktionszeitraums wurden rund 140 Bewerbungen zur Entscheidung eingereicht. Das Regionalkuratorium, bestehend aus Aufsichtsräten, Beiräten und den Regionaldirektoren der Bank, hat im Dezember 111 Vereine und Institutionen in der Region prämiert. Einen Spendenscheck über „1.500“ Euro durfte auch der „Jugendforschungszentrum“ bei der Abschlussveranstaltung am 22. Dezember 2015, im Haus der Volksbank Herrenberg-Nagold-Rottenburg, entgegennehmen. Dank dieser großzügigen Spende kann die Umsetzung des „PROJEKTES Tabletten rein - schlank sein!“ nun in Angriff genommen werden.

 

Nachwuchsforscher mit der Ehrennadel der Stadt aus

Ehrennadel 2015

Foto: Tina Block Stadt Nagold

Eigentlich sollten sie im neuen Domizil des Jugendforschungzentrums mit der Ehrennadel der Stadt Nagold ausgezeichnet werden. Das hätte auch gut gepasst, gingen die Ehrennadeln doch an die erfolgreichen Nachwuchswissenschaftler, die bei »Jugend forscht« und »Schüler experimentieren« Preise abgeräumt haben. Statt im Forschungszentrum fand die Verleihung nun doch im Rahmen der letzten Gemeinderatssitzung des Jahres statt. Für den ersten Platz und die Qualifikation für den Landeswettbewerb erhielten Melanie Fischer, Marlene Kuppel, Mats Raaf und Philipp Swoboda (alle Nagold), Jessica Nowak, Sophia Haiß und Dorina Schäl (alle Wildberg), Amelie Dittrich (Mötzingen) sowie Sofia Rath und Selina Kerner aus Haiterbach die Ehrennadel. Für den zweiten Platz beim Regionalwettbewerb »Jugend forscht« ging die Nadel an Johanna Weiß und Benedikt Link aus Nagold, Bill Hu aus Ebhausen sowie Luca Meis, Livia Balla und Sarah Rösler aus Haiterbach. Auch für den dritten Preis gab es eine Nagolder Ehrennadel für David Waidner und Lea Salome Marquardt aus Ebhausen, Lisa Maria Schlenker aus Rohrdorf, Florian Doll aus Horb sowie Hanna Baitinger und Leon Maier aus Nagold. Text: Schwarzwälder Bote

Eine willkommene Spende für das Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e. V.

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Um das Wertvolle, das hier geschaffen worden ist am Leben zu erhalten, unterstützt Agilent Technologies erneut das Jugendforschungszentrum mit einem Scheck über 20.000$.

Der wirtschaftliche Erfolg, der soziale Zusammenhalt, der technologische Fortschritt und die Innovation in unserer Region beruhe auf dem Wissensvorsprung und der Kreativität gut ausgebildeter Fachkräfte , so Edgar Leckel, Geschäftsführer der Agilent Technologies in Deutschland, bei der symbolischen Scheckübergabe an das Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e.V. in Nagold. „Bildung ist unsere wahre Ressource, deshalb freue ich mich sehr, dass Agilent Technologies auch in diesem Jahr die Arbeit des Jugendforschungszentrums mit einer Spende unterstützen kann. Durch die mehrgleisige Aufstellung Agilents mit den Bereichen Chemische Analysentechnik, Life Sciences und Elektrische Meßtechnik passt das JFZ als Förderprojekt perfekt zu uns, hier finden sich diese verschiedenen Fachgebiete wieder“, so Edgar Leckel.

Im Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e. V. wird sowohl interessierten als auch hoch motivierten und talentierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, sich ohne Unterrichtsdruck und starrem Lehrplan kreativ zu entfalten und interdisziplinär selbstständig zu forschen. Kinder und Jugendliche werden inspiriert, eigenständig Theorien und Experimente zu entwickeln. „Wir legen großen Wert darauf, die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an unseren Projekten unabhängig von deren finanziellen Situation zu ermöglichen“, so Prof. Klein, Leiter des Jugendforschungszentrums. „Um diese Ziele zu erreichen, benötigt das JFZ diese Art Spenden/ ist das JFZ auf solche Spenden angewiesen.“

Eine spätere Berufswahl wird dadurch erleichtert, dass sich die Jugendlichen in den MINT-Bereichen ausprobieren können. Erfreulicherweise absolvieren etwa 90 Prozent der Teilnehmer im Anschluss eine Ausbildung oder ein Studium im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. „Und etwa 10% sagen: „Auch wenn wir jetzt ein anderes Fach studieren, wir haben Spaß gehabt und wir haben viel gelernt, von dem wir unser ganzes Leben profitieren“, so Prof. Günther, Leiter des Jugendforschungszentrums.

 

Eine willkommene Spende für das Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e. V.

Um das Wertvolle, das hier geschaffen worden ist am Leben zu erhalten, unterstützt Agilent Technologies erneut das Jugendforschungszentrum mit einem Scheck über 20.000$.

Der wirtschaftliche Erfolg, der soziale Zusammenhalt, der technologische Fortschritt und die Innovation in unserer Region beruhe auf dem Wissensvorsprung und der Kreativität gut ausgebildeter Fachkräfte , so Edgar Leckel, Geschäftsführer der Agilent Technologies in Deutschland, bei der symbolischen Scheckübergabe an das Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e.V. in Nagold. „Bildung ist unsere wahre Ressource, deshalb freue ich mich sehr, dass Agilent Technologies auch in diesem Jahr die Arbeit des Jugendforschungszentrums mit einer Spende unterstützen kann. Durch die mehrgleisige Aufstellung Agilents mit den Bereichen Chemische Analysentechnik, Life Sciences und Elektrische Meßtechnik passt das JFZ als Förderprojekt perfekt zu uns, hier finden sich diese verschiedenen Fachgebiete wieder“, so Edgar Leckel.

Im Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e. V. wird sowohl interessierten als auch hoch motivierten und talentierten Schülerinnen und Schülern die Möglichkeit gegeben, sich ohne Unterrichtsdruck und starrem Lehrplan kreativ zu entfalten und interdisziplinär selbstständig zu forschen. Kinder und Jugendliche werden inspiriert, eigenständig Theorien und Experimente zu entwickeln. „Wir legen großen Wert darauf, die Teilnahme von Schülerinnen und Schülern an unseren Projekten unabhängig von deren finanziellen Situation zu ermöglichen“, so Prof. Klein, Leiter des Jugendforschungszentrums. „Um diese Ziele zu erreichen, benötigt das JFZ diese Art Spenden/ ist das JFZ auf solche Spenden angewiesen.“
Eine spätere Berufswahl wird dadurch erleichtert, dass sich die Jugendlichen in den MINT-Bereichen ausprobieren können. Erfreulicherweise absolvieren etwa 90 Prozent der Teilnehmer im Anschluss eine Ausbildung oder ein Studium im naturwissenschaftlich-technischen Bereich. „Und etwa 10% sagen: „Auch wenn wir jetzt ein anderes Fach studieren, wir haben Spaß gehabt und wir haben viel gelernt, von dem wir unser ganzes Leben profitieren“, so Prof. Günther, Leiter des Jugendforschungszentrums.

 

Am Beginn einer Forscherkarriere

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In Baden-Württemberg hatten 528 Teilnehmer bei neun Regionalwettbewerben 254 Projekte präsentiert. Beim baden-württembergischen Landeswettbewerb von Jugend forscht in Fellbach haben Dana Tran und Wolfgang Köbele den Landessieg im Fachbereich Physik/Interdisziplinär errungen. Bei der jährlich stattfindenden Nobelpreistagung in Lindau am Bodensee trafen sie auf dem Eventschiff MS Sonnenkönigin Spitzenforscher aus aller Welt und konnten Kontakte knüpfen, sich inspirieren lassen und über Forschungsthemen diskutieren. Beim Bundeswettbewerb in Leverkusen gewannen die Jungforscher aus dem Jugendforschungszentrum Schwarzwald-Schönbuch e. V. die Teilnahme am International Stockholm Junior Water Prize, (1.- 6. September 2013) einem renommierten Nachwuchs-Wettbewerb im Bereich Wasser auf lokaler, regionaler, nationaler oder globaler Ebene.

Die weltweit renommierteste Auszeichnung für ein Wasser-bezogenes wissenschaftliches Projekt, ausgeführt durch Jugendliche, ist der International Stockholm Junior Water Prize. Dieser Preis zeigt die unbegrenzten Möglichkeiten der heutigen Studenten an, wie sie den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen mit Wasser begegnen. Dort treffen sich die weltweit erfolgreichsten Nachwuchswissenschaftler. Dana Tran und Wolfgang Köbele vertreten Deutschland mit ihrem Projekt: “Entwicklung eines impedanzspektroskopischen Sensors zur Ermittlung der optimalen Waschleistung von Waschmaschinen“. Dana berichtet:“ Bei heutigen Waschmaschinen wird das Waschmittel von Hand dosiert – meistens zu viel. Dies führt nicht nur zu einem höheren Waschmittelverbrauch, sondern auch zu einem höheren Wasserverbrauch bei der Spülung“. „Für die Umwelt ist beides nicht vorteilhaft“, fügt Wolfgang Köbele hinzu. Die volle Waschwirkung wird erst oberhalb der kritischen Mizellbildungskonzentration (kurz: CMC) erreicht. Die 16-jährige Dana und der 18-jährige Wolfgang ermittelten diese CMC für eine große Auswahl an Waschmitteln mithilfe der elektrischen Leitfähigkeit durch eine selbstentwickelte Apparatur. Allerdings ist der Zeitaufwand für diese Methode sehr groß und für die praktische Anwendung in einer Waschmaschine nicht geeignet. Die Jungforscher lösten diese Probleme, indem sie die optimale Waschmittelkonzentration mittels Impedanzspektroskopie der Waschlauge ermittelten. Dabei wird an die Waschlauge eine Wechselspannung mit variabler Frequenz angelegt. Anhand des charakteristischen Impedanzverlaufs wird die optimale Waschmittelkonzentration bestimmt. Das Projekt fand im Rahmen der vertieften Berufsorientierung mit der Agentur für Nagold und der Firma Seuffer, Calw statt.

Die Finalisten aus den teilnehmenden Ländern werden an fünf Tagen zu verschiedenen Aktivitäten nach Stockholm eingeladen. Innerhalb der World Water Week gibt es eine Ausstellung aller studentischen Projekte, die die Teilnehmer einer breiten Palette von Konferenzteilnehmern, darunter Forscher, Politiker und Medien vorstellen. Jeder der Finalisten wird weiter von einer Jury, bestehend aus internationalen Experten interviewt, die die Sieger bei der Preisverleihung bekannt geben.

Der Wettbewerb Junior Water Prize findet seit 17 Jahren in Stockholm statt und fördert Projekte im Bereich Wasser und Nachhaltigkeit, deren Schirmherrin Ihre Königliche Hoheit Kronprinzessin Victoria von Schweden ist. Die Gewinner des International Stockholm Junior Water Prize erhalten USD 5.000.

Wir drücken die Daumen für Deutschland!

IWP DanaWolfi

 

Sternengucker unter sich

Kinder bauen Teleskope beim Nagolder Feriensommer des Jugendforschungszentrums und meistern diese anspruchsvolle Bastelei mit Bravour!

TeleskopAuf den ersten Blick sahen die Sachen auf dem für die Kinder vorbereiteten Basteltisch überhaupt nicht nach dem aus, was einmal aus ihnen werden sollte. Ein Holzbrettchen, ein schwarzer Pappstreifen, ein paar graue Abflussrohre vom Baumarkt und drei gut verpackte Linsen. Doch dann ging es los. Rohre auf die richtige Länge absägen, sauber abschleifen und bohren, passgenaues Ausschneiden und Falten, sorgfältiges Kleben, Kleber nicht zu dick auftragen und vor allem kein Kleber auf die Linsen waren die wichtigsten Arbeitsgänge. Schritt für Schritt, unter Anleitung von Hobbyastronom Gerhard Bösch nahmen die Geräte Gestalt an und nach gut zwei Stunden hielt jeder Teilnehmer bzw. Teilnehmerin sein erstes funktionsfähiges Teleskop in der Hand.

Der erste Blick durch das optische Gerät war etwas ungewohnt, denn die Bilder stehen auf dem Kopf und sind seitenverkehrt. Doch bei astronomischen Objekten, wie dem Mond oder den Planeten spielt das keine Rolle. Da das schöne Wetter eine klare Nacht versprach, werden die meisten Kinder ihr Teleskop am späten Abend wohl schon richtig in Betrieb genommen haben. Und mit einer 30fachen Vergrößerung sind die Fernrohre durchaus geeignet bei passender Gelegenheit die Beobachtungen von Kepler oder Galilei nachzuvollziehen.